Regenbogenhunde...

"Du bist nicht mehr dort, wo du warst. Aber du bist überall, wo wir sind."

-Victor Hugo-

...Diese Seite möchte ich den Hunden widmen, welche Leider nicht mehr unter uns sind.

Auf diese Idee brachte mich ein ganz besonderer Hund mit einer ganz besonderen Familie:

 

Toni 

Toni lernte ich am 13.Oktober 2020 an einem frostigen Morgen kennen. 

Wir hatten das Shooting zuvor bereits wegen des Wetters verschieben müssen und auch an diesem Tag war nicht das allerbeste Wetter angesagt, aber Frauchen schrieb mir: "Morgen ziehen wir es durch..."

Und zum Glück schrieb sie mir das. 

Toni war zu unserer Begrüßung etwas wackelig auf den Beinen aber ein ganz lieber, freundlicher Hund, der, als ich ihm meine Hand zum schnuppern hinhielt, wohl dachte "Was für ein schönes Stück Schinken", dann aber beim Näherkommen doch feststellen musste:  "Mist doch kein Schinken". 

Mit Antje und Mike konnte ich ganz offen über Tonis Gesundheitszustand reden und auch über das was wohl irgendwann unvermeidbar ist. Ich konnte alle Fragen stellen, die mir so einfielen, ohne dass ich Angst haben musste, ich könnte falsch verstanden werden.

Es war ein schönes Shooting und Toni war trotz der Temperaturen voller Elan und wackelte tapfer mit uns mit. Zwischendurch beschwerte er sich immer wieder mal bei Frauchen, weil er der Meinung war, es sei mal wieder Zeit für etwas Futter.

 

Und als das Shooting vorbei war, verabschiedete ich mich von Toni, streichelte ihn und sagte er solle gut auf sich aufpassen.

Ich muss zugeben, es war mein erstes Shooting, bei dem ich mir zum Abschied eingestehen musste, dass ich Toni vielleicht nicht wieder sehe. Das war ein komisches Gefühl welches ich ja so auch nicht kannte. 

Gerettet habe ich mich mit dem Gedanken, dass wir ein schönes Shooting hatten, dass es Toni an dem Tag gut ging und dass ich tolle Menschen kennen gelernt habe. Vor Allem aber habe ich Erinnerungen festgehalten, die Frauchen und Herrchen so wichtig waren. 

 

Gut einen Monat später hat sich Toni dann auf den Weg gemacht. 

Von der Erde gegangen - im Herzen geblieben 

 

 

 

 

Elke

Elke habe ich am 13.Februar 2021 kennenlernen dürfen. Carola bat mich um ein Shooting in den eigenen vier Wänden und im eigenen Garten, Elke sei dement und es werde vielleicht nicht ganz so einfach. Tatsächlich war Elke der erste demente Hund den ich traf. Elke sah nicht mehr gut und erkannte eigentlich nur noch Frauchen und Herrchen. Sie drehte sich um sich selbst, lies sich aber beruhigen. Frauchen und Elke waren eben ein Team, das merkte man. 

In Elkes zu Hause wurde ich total herzlich empfangen, Carola und ich tranken Kaffee und unterhielten uns über Elke, ihr Leben und die Situation. Mit Elke zusammen lebte Rosi, Carolas zweiter Hund. Beide kamen aus dem Tierschutz, Elke natürlich viel eher als Rosi. Wir machten drinnen einige Fotos und ein paar im Garten, zu der Zeit im Februar lag einiges an Schnee. Tatsächlich war es anders als mit jüngeren oder nicht dementen Hunden, Elkes Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen war halt schwerer. Zwischendurch schlief sie ab und zu ein. Dennoch war es nicht schwer, eben nur etwas anders. Schwer ist eher, dass ich wusste, als ich ging, dass ich Elke wohl nicht wiedersehe. 

 

Am 20.07.21 erhielt ich dann die Nachricht, dass Elke einen Tag zuvor über die Regenbogenbrücke ging. 

 

"Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren." - Goethe